| WM 2010 [Tagebuch] |
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Resümee: www.optiworld.org - IODA Site mit live-Tracking System
29/12/2010 Mittwoch: Endlich ist es soweit,dass wir eine Internetverbindung haben,die halbwegs stabil ist.Hier in Langkawi haben wir zwar freies Internet im Hotel und im Klub,aber leider nur ein schwaches Signal. Zu unserer Anreise:wir fuhren am Dienstag,den 21.Dez.nach Wien - Valentin und Bri aus dem Westen, Marino kam mit den Eltern vom Süden und Christoph trafen wir vor Ort am Flughafen in Wien. Florian war schon einen Tag vorher mit Mama Carola von München weggeflogen.Wir hatten keinerlei Probleme, unser Gepäck speziell unsere Röhre mit den Segeln einzuchecken.8 Segel haben wir eingepackt,das Ding wiegt 18kg.Wir hatten es als Sportgepäck angemeldet und so kostete es uns nichts.Unser Trainer, Maurizio,war auch pünklich von Ljubljana in Wien eingetroffen.So konnte die Reise losgehen. Der Flug nach Kairo verlief problemlos.Dort angekommen mussten wir aber erfahren,dass die Maschine nach Kuala Lumpur erst am nächsten Tag fliegen würde,da man auf die Maschine aus Frankfurt warte um noch deren Passagiere aufzunehmen,die auch nach Kuala Lumpur wollen.Niemand konnte uns aber sagen um welche Uhrzeit wir wirklich fliegen. Irgendwann nach vielen Stunden war es dann so weit,wir starteten nach Kuala Lumpur.Mittlerweile war uns schon jedes Zeitgefühl abhanden gekommen und eins war auch klar,den Flug in Kuala Lumpur nach Langkawi versäumen wir.Erst einmal aber schliefen wir so wie man eben aufrecht sitzend,schon erschöpft vom Warten,schläft,nachdem wir noch ein Essen bekommen hatten.In Kuala Lumpur konnten wir auf Kosten der Malaysian Airways in einem Hotel übernachten, in dessen Nachbarschaft sich ein McDonald befand,sodass wir sogar noch ein "Abendessen"hatten,da der nächste Flug uns erst am späten Vormittag nach Langkawi bringen würde.Man sagte uns gleich am Flughafen,wir sollten früh genug da sein,da wir um den Flug kämpfen müssten.Die Flüge waren vollkommen überbucht.Wir kamen dann aber wirklich mit und waren schliesslich binnen einer Stunde in Langkawi,aber nicht wie geplant am 22.sondern am23.Dez.Die Insel liegt im Norden Malaysiens an der Grenze zu Thailand. Der Transfer vom Flughafen zum Hotel dauerte nicht lange,sodass wir uns nicht wirklich an das Linksfahren gewöhnen konnten.Im Hotel bekamen wir anstandslos unsere Zimmer und nachdem wir das Gepäck dort hatten gingen wir gleich in den Klub.Unsere Boote waren zwar noch verpackt,standen aber schon bereit .Gleich begannen wir mit dem Aufbauen.3 Boote sind von "xs",das ist die Firma,die in Singapur Optis baut,und ein Boot ist ein" Far East".Die Boote sind den Seglern schon zugeteilt,man kann sich nichts aussuchen.Sie sind nigelnagelneu und alles ist dabei,Ruder, Schwert, Optiparts Rigg,Blöcke,Schöpfkellen,Auftriebskörper... Unsere Segel wurden aufgeriggt und in den dafür zuständigen Ständer gestellt.Wir gaben Ruder und Schwert in unseren Spind und gingen früh schlafen.Der nächste Tag begann um 8 Uhr mit dem Frühstück,dann wurde gleich gesegelt.Es waren gute Bedingungen vom Wind her.Gleich merkten die Jungs aber,dass es in der Bucht nicht so easy zu segeln ist.In der Bucht kommt das Wasser auf einer Seite vom Meer herein und auf der anderen fließt es wieder hinaus.Das werden interressante Meisterschaften in diesem trickreichen Revier.Aber zurück zum 24.Dez.:uns machte und macht diese feuchte Hitze mit 100%Luftfeuchtigkeit sehr zu schaffen.Der Jetlag schlug auch zu ,es kam nicht so eine Weihnachtsstimmung auf,wie wir es von zu Hause gewohnt sind.Dietmar,Heidrun und Carola,die in einem Appartement wohnen und ein Auto gemietet hatten,das Dietmar bravourös im Linksverkehr steuert,hatten die Idee im Yachtklub Langkawi das Weihnachtsessen zu bestellen.Sie waren schon auf ihrer ersten Erkundungstour dorthin gekommen.Wir wurden vom Yachtklub-Taxi abgeholt und genossen den Abend sehr.Keiner von uns hatte je vorher Weihnachten ausserhalb Europas gefeiert. Die gleiche Idee hatte auch das Team aus Frankreich und Valentin ist unser Promoter.Er übte an unserem Tisch,was Frohe Weihnachten auf französisch heisst,dann ging er zu den Franzosen und gratulierte.Er hat seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im richtigen Sinn verstanden:sail,make friends,connect people.Der Coach erlaubte den Seglern am nächsten Tag länger zu schlafen.Sonst aber war der Tagesablauf streng geregelt:Frühstück,in den Klub,Boote herrichten,segeln,Besprechung,Freizeit(ca.2-3 Stunden)dann essen,schlafen.Der Ablauf soll auf die Wettkampftage vorbereiten.Jeden Tag finden sich Teams zusammen,die Trainings Races machen.Wir kämpfen sogar mit Peru gegen den Weltmeister von vorigem Jahr.Valentin schlägt sich gut,er ist vor dem Weltmeister im Ziel. Am Abend dieser early arrival days fanden wir ein einheimisches Lokal,namens"Wonderland",in dem wir ausgezeichnetes Essen bekamen.Inzwischen haben wir den ersten offiziellen Tag(29.Dez.),sind endlich ausgeschlafen und das Wetter macht Kapriolen.Es regnet haute in der Früh-aus ist es mit dem Schönwetter.Allerdings war die Hitze,die Intensität der Sonne fast zuviel.Also machen uns ein paar Wolken nichts aus. Gestern gab es schon einen ordentlichen Regenguss.Nach dem Frühstück im Klub angekommen ist es jedenfalls kühler als erwartet und so brauchen wir doch die Spraytops.Da kommt es sehr gelegen,dass gerade die Teamleader von Ecuador und Peru mit dem Auto da sind.Gleich werden sie engagiert um Bri zum Hotel zu bringen.Sie holt die Tops und die unvermeidlichen Croissants.Neben unserem Hotel befindet sich ein Supermarkt,der eine Bäckerei dabei hat,die Croissants und Baguettes wie zu Hause macht.Bri`s täglicher Weg trotz Lunchpaket führt dorthin.Das hat das italienische Team auch schon spitz gekriegt.Die freuen sich ,dass ihr Coach mit unserem das Motorboot teilt.Bri darf quasi für solche" Verwöhntouren" gleich der Teamleader für beide Teams sein.Auch die Segler haben sich schon sehr angefreundet,besonders da die Italiener den Maximilian Küster im Team haben,der perfekt deutsch spricht.Sie sind alle guter Dinge,besonders,da heute im Practicerace das Training und Ausschlafen Früchte getragen hat.Chris war ganz vorn und gleich danach Valentin und Marino.Florian musste sich von Thailand überholen lassen,deren Boote liegen einfach nicht so tief im Wasser.Am Abend ging es zur Eröffnungszeremonie am Hauptplatz der Stadt Kuah,dem "Eagle-Place".Alle Nationen marschierten ein,es gab ein Buffet für die Teilnehmer und Gäste.Jeder unterhielt sich mit jedem.Chris und Marino fotografierten und beobachteten die Bühne auf der malaysische Tänze aufgeführt wurden.Valentin hatte sich schon mit den Griechen angefreundet und war in deren Gesellschaft.Schließlich,da ja morgen der Ernst des Segelns beginnt,beschlossen Teamleader und Coach,dass die Kinder ins Bett gehen sollten und wir verliessen gemeinsam mit den Griechen,beide Teams in einem Kleinbustaxi,das Fest.Valentin ist fest entschlossen sich ein paar Worte auf griechisch zu merken.Im Taxi wird geübt.Diese fröhliche Leichtigkeit sollten wir beibehalten und möglichst locker segeln,da die Bedingungen alles andere als vorhersehbar sind. 30/12/2010, Donnerstag:: Zur Vorbereitung auf den heutigen Tag waren am Vorabend alle brav um 9:30 im Bett. Segler und Coach konnten so in Ruhe den ersten Regattatag beginnen.Wir waren perfekt vorbereitet,es gab keinerlei Hektik,die Jungs waren aufgeregt,aber nicht nervös.Der Coolste ist Chris.Er lässt sich keine Minute aus der Ruhe bringen.So hat es ihm nichts ausgemacht als aller-allerletzter zum Start zu kommen und dann auf den 11.Platz vorzufahren.Mauro allerdings hat quasi die Sterne gesehen.Er bleute den Athleten täglich x-mal ein,dass der Start ganz vorne das Entscheidende ist.Auch auf die Layline darf man niemals gehen,man muss eine Entscheidung treffen,ob links oder rechts.Marino hat sich da leider auch einmal vergessen.Seine Spezialität ist es ja,etwas weiter auszuholen und dann drüberzuziehen.Geht nicht!Valentin ist mit dem Weltmeister von vorigem Jahr gleich auf gesegelt.Beide hat die Flaute erwischt.Hauptsächlich muss man Glück haben.Das Revier ist trickreicher als unsere Seen.Die Voraussetzungen zum Mitsegeln haben unsere Segler um hier eine guter Figur zu machen.Die Basics haben sie gelernt.Das Wichtigste ist die Erfahrung auf allen möglichen Segelrevieren,flexibel auf alle Situationen zu reagieren.Zum Beispiel auch auf das Wetter.Es ist scheußlich und regnet zwischendurch wie aus Kübeln. Das Ende des Tages war dann befriedigend.Die Cracks haben sich wacker geschlagen.Morgen,Freitag ist der große Feiertag für die Muslims,da werden nur zwei Wettfahrten gesegelt,dann kommen alle herein Die Leute hier müssen beten. 31/12/2010,Freitag: Wir müssen immer schon sehr früh aus den Federn.Um 7:00 läutet der Wecker,um 7:30 wird gefrühstückt,um 8:30 sind wir im Klub.Mauro geht zum Coach-Meeting,Bri holt das Essen und die Velisti Austriachi richten ihre Boote und Segel her.Nach einer halben Stunde gibt es das Signal und alles fährt raus.Das Launching geht sehr diszipliniert vonstatten.Alle stehen in der Reihe,bis sie dran sind.Heute wurden 2 Wettfahrten gesegelt. Es gab gute Aktionen,aber sie hielten nicht eine Wettfahrt an. Abends feierten alle Teilnehmer,Coaches und Betreuer im Club Silvester. Um 10 Uhr gab es ein Feuerwerk,da die Jugendlichen dann schlafen gehen mussten. Es gab eine Darbietung von einheimischen Tänzerinnen. Dies wurde aber getoppt von einer Gruppe junger Männer, die plötzlich mit ihren aufgemotzten Autos erschienen,die Kofferraumdeckel öffneten,in denen buntschillernde Lautsprecher eingebaut waren.Sie ließen mit ihrer Lautstärke die Erde beben.Das gefiel!!!! 01/01/2011,Samstag: Tag des Teamrace - da unsere Gruppe in dieser Zusammensetzung noch nie Teamrace gemacht hat und unser erster Gegner gleich Argentinien hieß,ein Team mit grosser Erfahrung war die Motivation im Keller.Schade,dass es so wenig Kampfgeist gibt.Die Jungs haben sich überhaupt nicht total abhängen lassen.Valentin segelte mitten in der Gegnergruppe. Vor allem - man konnte verlieren und trotzdem gegen Belgien gewinnen und weiterkommen.Leider gelang auch das nicht.Am meisten enttäuscht war Bri,sie konnte die Wettfahrten direkt von einem mitfahrenden Motorboot aus beobachten.Also am Mentalen und Praktischen müssen wir arbeiten.Die WM-Truppe muss schon jetzt für nächstes Jahr beginnen gemeinsam zu trainieren und Teamraces in Venedig und Berlin und am Gardasee zu fahren,sonst ist da keine Chance. Mental haben wir gleich gegengesteuert und sind auf eine Insel zum Schwimmen gefahren.Da waren wir am Strand ganz alleine.Nur Natur,Sand Wasser,Palmen.Die Jungs haben mit einem Stock Kokosnüsse heruntergeholt und bearbeitet,bis wir den Saft trinken und das Kokosfleisch essen konnten.Ein bisschen "Robinson Crusoe" Feeling . 03/01/2010,Sonntag: Für uns war ausschlafen angesagt,das heisst eine Stunde länger als die Tage zuvor.Zum Start des Teamrace für die besten 16 Teams wollten wir doch im Klub sein.Es war ein scheußliches Wetter,es regnete in Strömen,aber der Wind war gut.Vom obersten Stock des Klubgebäudes hatten wir den perfekten Überblick.Es gab spannende Kämpfe zwischen Deutschland und Italien,Norwegen und Spanien,Italien und Slowenien,Peru und Slowenien,Singapor und Spanien,schließlich zwischen Singapor und Thailand.Die Thais siegten verdient.Unsere Jungs luden dann das Thaiteam zur Teeparty.Dazu muß man wissen,dass sich Valentin, mit den für die Zubereitung von Tee nötigen Utensilien, ausgerüstet hat.In unserem Zimmer wurde dann der Tee gereicht und es wurden gleich die T-Shirts getauscht. 04/01/2010,Montag: Eigentlich war der Tag als freier Tag geplant.Für die Teams,die bis zum Schluss im Team-Race kämpften, war das auch nötig.Da wir unsere Pause schon hatten,gingen wir aufs Wasser zum Training.Einige anderen Nationen taten das Gleiche und zu Mittag segelten wir eine Trainingswettfahrt mit Schweiz und Puertorico. Der Puertoricaner hat im übrigen die gleiche Segelnummer wie Marino.Nachher ging es in den Hafen,da wurde schnell ein Mittagessen eingenommen,weil wir ja noch in den Dschungel wollten.Der Ausflug hat uns allen sehr gefallen.Wir fuhren mit einem ,von einer österreichischen Firma installierten Lift auf einen Berg und gingen dann zu Fuss auf einem Pfad herunter, immer in der Hoffnung Affen zu treffen.Das Ziel des Tages war erst am Fuße des Berges zu erreichen.Sobald wir im Taxi saßen um heimzufahren,saßen am Straßenrand einige Affenfamilien,wirklich lustig zu beobachten. Jetzt war der Tag gerettet,alles,was wir uns vorgenommen hatten,gelang.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Am Dienstag, den 21. Dezember fliegt unser WM-Team nach Langkawi/Malaysia!
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